Die Alternative für Deutschland – Zwischen Bürgertum und Rechtsextremismus

Vortrag der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus

Freitag 10.06.2016/ 17 Uhr/ Werkschule,Buch

Es scheint, als habe sich mit der Alternative für Deutschland (AfD) eine Lücke geschlossen. Während es in den meisten Staaten Europas mittlerweile starke rechte Parteien jenseits des konservativen Spektrums gibt, konnte sich in Deutschland keine solche Partei dauerhaft etablieren. Auf der einen Seite dieser Leerstelle befand sich die offen völkische, rechtsextreme NPD nebst verschiedenen anderen rechtsextremen Kleinparteien, auf der anderen Seite bemühten sich etablierte Parteien darum, auch Wähler_innen mit rechten und rechtsextremen Einstellungen zu binden. Dass dieses Potential nicht klein und in sämtlichen sozialen Schichten und Regionen beheimatet ist, gehört zu den viel zitierten Erkenntnissen der Einstellungsforschung. Die Aufmerksamkeit sollte also nicht allein den Dynamiken und Kräfteverhältnissen innerhalb der AfD gelten sondern ebenso den gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen, die sich unter anderem in einem wachsenden Spektrum ausdrücken, das für eine rechte Partei mobilisierbar ist.
Der Vortrag befasst somit zum einen mit einer (kurzen) Analyse der AfD und ihren Positionen, als auch mit den gesellschaftlichen Bedingungen, die den aktuellen rassistischen Diskurs begünstigen. Anschließen soll sich eine Diskussion, in der es um Gegenstrategien und Handlungsoptionen gehen wird.