Pressemitteilung

„In Kreuzberg kann ja jede_r, aber hier…“
Zitat von der Bühne des „Open Air for Open Minds“ am 13.6.2015

Am 12.6. und 13.6.2015 fand das „Open Air for Open Minds“-Festival statt, mit dem Ziel Raum für die Themen Asyl und Ausgrenzung in Berlin-Buch zu schaffen. Die veranstaltende Gruppe AKA Vosifa und ihre Unterstützer_innen blicken zurück auf den erfolgreichen Verlauf des Festivals, trotz Angriffen bekannter Neonazis.

Rund 1300 Gäste verfolgten zwei Tage lang ein Programm aus Musik, Informations- und Kulturangeboten. Viele Anwohner_innen und Angereiste zeigten Interesse an den Schwerpunktthemen Asylpolitik und rassistische Mobilisierung im Berliner Nord-Osten und tauschten sich aus. Insgesamt entstand temporär ein lebendiger und vielseitiger Raum. So frei wie möglich von Diskriminierung und Rassismus wollten sich viele Anwohner_innen, darunter auch Geflüchtete der nahen Unterkunft, Akteur_innen aus Buch, sowie Angereiste in diesem bewegen.

Nach einem tätlichen Angriff bekannter NPD Funktionäre am Donnerstag, während des Aufbaus des Festivalgeländes, bekam die Veranstaltung nochmals viel Solidarität seitens der Gäste und die Bestätigung, in Buch die richtigen Zeichen zu setzen.

Das „Open Air for Open Minds“ hat ein unkommerzielles Kulturprogramm für alle Anwohnenden und Gäste geschaffen, darüber hinaus bot das Festival einen Raum für Information und Austausch. Durch die Vernetzung verschiedener Akteur_innen im Bezirk, die bereits während der Planungsphase stattfand, wurden sowohl das Thema Asylpolitik sowie der sich etablierende rassistische Mainstream in Berlin-Buch ins Bewusstsein der Bürger_innnen über den Bezirk hinaus gerufen.

Wir, AKA Vosifa als Veranstaltungsgruppe, sehen in dieser Vernetzung im Kiez weiterhin  eine wichtige Aufgabe unserer Arbeit. Als Bindeglied der Akteur_innen haben wir viel Unterstützung erfahren, sei es durch Kooperation mit Jugendclubs, zivilgesellschaftlichen Initiativen, die uns die Planung erleichterten, oder durch die Hilfe und Solidarität antifaschistischer Gruppen, die unter anderem mit zwei Demonstrationen am Freitag und Samstag ein klares Signal gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung in Buch gegeben haben.

Es gilt nun, bleibende und langfristige Zeichen in Buch zu setzen.