Open Air for Open Minds 2015

Plakat webDie lange Zeit des Wartens ist endlich vorbei:

AKA Vosifa leitet die Festivalsaison ein mit dem mittlerweile neunten Open Air for Open Minds!

Mit Berlin-Buch als Veranstaltungsort wollen wir auf den steigenden Rassismus dort und überall aufmerksam machen und den rassistischen Weltanschauungen etwas entgegen setzen. Wie man geflüchtete Menschen in Berlin und Brandenburg unterstützen kann, steht thematisch im Mittelpunkt des diesjährigen Festivals.

An beiden Tagen gibt es natürlich wie immer ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Ausstellungen von Free Mumia und Pro Asyl und zahlreichen Info-Ständen. Außerdem könnt ihr T-Shirts für die Siebdruck-Werkstatt mitbringen und euch erwarten eine Feuershow, Bogenschießen sowie das legendäre Style-Battle.

Auch das Endergebnis eines Kooperationsprojekts mit Jugendlichen aus Polen und Deutschland, ein Wandbild, das vor dem Festival in Buch entsteht, könnt ihr bewundern (mehr Infos unten).

Hier nun das Musik- und Workshopprogramm:

Freitag, den 12. Juni 2015

ab 16 Uhr / Hauptbühne / Hiphop            

Das Friedel
Rana Esculenta
Yansn
Lucia
WavingtheGuns
Microphone Mafia
Rider’s Connection
Trouble Orchestra

Workshops in der Werkschule

17 Uhr: Einschätzung der Berlinweiten Proteste gegen Geflüchtete, Vortrag, MBR (mehr Infos siehe unten)
22 Uhr: Long Distance Revolutionary, Film, Free Mumia

Ausstellungszelt

Repression – Menschenrechten – Widerstand in den USA, Free Mumia
Asyl ist Menschenrecht, Pro Asyl

Samstag, den 13. Juni 2015

13.30 Uhr Demo durch Berlin-Buch

ab 16 Uhr / Hauptbühne / Liedermacher_innen und Theaterperformances

Friedemann
Hamburger Abschaum
Yok
Asyldialoge
Konny
Ari
Filou

Workshops in der Werkschule

16 Uhr: The Land Between, Film und Gespräch, AntiRa-Unigruppe Refugee Uni-Streik “F”U mehr Infos siehe unten)
20.45: Publikumsgespräch im Anschluss an die Performance der Asyldialoge

Ausstellungszelt

Repression – Menschenrechten – Widerstand in den USA, Free Mumia
Asyl ist Menschenrecht, Pro Asyl

 

Kommt vorbei! Wir freuen uns schon!

Dieses Jahr findet das Festival auf einer schönen Wiese in Berlin-Buch in der Wolfgang-Heinz-Straße 45-47 statt.

 

 


 

Streetart-Projekt „Farben gegen Vorurteile“, 08.06. – 13.06.2015 in Berlin-Buch

Die Fundacja Klamra aus Zywiec in Polen und AKA Vosifa organisieren ein Graffiti-Projekt mit anschließendem zweitägigem Festival in Berlin-Buch. Vom 08. bis zum 13. Juni besuchen uns 10 junge Menschen aus Zywiec und werden gemeinsam mit Berliner Jugendlichen ein Wandbild unter Anleitung des Künstlers und Friedensaktivisten Dariusz Paczkowski konzipieren und verwirklichen. Mit dabei sind auch die Aktivist_innen von Interbrigadas e.V..
Dariusz Paczkowski ist bereits seit Jahrzehnten Aktivist, tritt in seiner Heimat und darüber hinaus für Minderheitenschutz, Antidiskriminierung und Jugendschutz ein. Auch Neonazismus in Polen wird von Ihm und der Fundajca Klamra zum Thema gemacht.
Er arbeitet oftmals mit weniger privilegierten Jugendlichen aus SOS-Kinderdörfern zusammen, um ihnen alternative Ausdrucksmöglichkeiten aufzuzeigen und neue Erfahrungen mitzugeben.
Wir freuen uns sehr Ihn und die begleitenden Kids in Berlin begrüßen zu dürfen und gemeinsam unser Wandbild zu realisieren.

 

Vortrag: Einschätzung der Berlinweiten Proteste gegen Geflüchtete, MBR

Die Ankündigung des Senats im Oktober 2014 an sechs Standorten jeweils rund 500 Personen in Containern unterzubringen, führte im Laufe des Jahres 2014 an vier dieser Standorten zu lang anhaltenden Protesten. Während die beiden geplanten Containerunterkünfte in Steglitz-Zehlendorf keine dauerhaften Proteste hervorriefen, gelang es Rechtsextremen in Marzahn, Köpenick, Buch und Hohenschönhausen durch koordiniertes und strategisches Vorgehen große Teile des vor Ort vorhandenen rassistischen Potentials zu mobilisieren. Im Unterschied zu 2013, als dies vor allem die NPD unter eigener Flagge mit mäßigen Erfolg versucht hatte, agierten die Rechtsextremen in diesem Fall als selbsternannte Bürgerinitiativen, beziehungsweise -bewegungen und verschleierten vordergründig jeden Bezug zur rechtsextremen Szene. Der Vortrag soll die Entwicklungen des vergangenen Jahres nachzeichnen, Faktoren für den (relativen) Erfolg der Mobilisierungen benennen, aber auch gelungene Gegenstrategien darstellen. Im Anschluss kann und soll diskutiert werden, wie derartigen rassistischen Mobilisierungen künftig entschiedener entgegengetreten werden kann.

Michael Trube, Mitarbeiter der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR)

 

Film und Gespräch: The Land Between, AntiRa-Unigruppe Refugee Uni-Streik “F”U

Die Grenzen Europas – für viele Menschen eine unüberwindbare Hürde Ein Workshop des Refugee Unistreikkomitees der “F”U Berlin und Dokumentation „The Land Between“ von David Fedele. Gerade in der heutigen Zeit heißt das Ziel vieler fliehender Menschen wieder Europa. Menschen, die vor Angst um ihr Leben und mit der Aussicht auf bessere Zukunftschancen ihre Heimat und Familie zurücklassen, erhoffen sich, in Europa Schutz zu finden und ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Viele lebensgefährliche Hürden werden Refugees auf ihrer Reise gestellt, um diese systematisch davon abzuhalten, die Festung Europas zu betreten und den ihnen zustehenden Schutz in suchen. Im Kontext eines Workshops und mit Hilfe der Dokumentation „The Land Between“ von David Fedele wollen wir uns die Situation an der marokkanisch/spanischen Grenze bei Melilla genauer anschauen und analysieren, welche Mechanismen greifen, um die Rechte fliehender Menschen außer Kraft zu setzen.