Alles endet (aber nie die Utopie)

Wir als AKA Vosifa haben mit euch viele Jahre in Nordost-Berlin zusammen selbstorganisiert und antifaschistisch Kultur aufgebaut. Angefangen haben wir im Maxim in Weißensee, sind dann in Französisch-Buchholz im Oktopus gelandet, um in Pankow-Buch unsere beiden größten Festivals mit euch erleben zu können. Die Zugabe haben wir gemeinsam mit vielen Jugendclubs und Partner_innen in Hohenschönhausen im WB13 gegeben.

Nun ist es Zeit, ein paar letzte Worte und Danksagungen loszuwerden, denn AKA Vosifa verlässt die Bühne.

 

Über die Jahre haben verschiedenste Acts aus diversen kulturellen Bereichen mit uns ein antifaschistisches Statement in Randbezirken gesetzt.

Begonnen hat es mit einem Konzertabend. Über die Jahre kamen Ausstellungen, Kinderprogramm, Workshops, Graffiti-Stylebattle, Open Mic, Infostände, kulinarische Unterstützung, Theater und ein immer breiter werdendes Bühnenprogramm dazu, mit denen wir bis zu 3 Tage „Open Air for Open Minds“ ermöglicht haben.

Wir waren auch das ganze Jahr über aktiv – sei es bei unserem wöchentlichen Tresen im m29, unseren zahlreichen Solipartys, meist in der K9 und in vielfältigen Projekten, die über die Zeit hinweg entstanden sind. Beispielsweise die Radiosendung „Frequenzkonsum“ auf 88.4, den „Fakten gegen Vorurteile“-Flyer, die „wahllos-glücklich?“-Kampagne, diverse Infoveranstaltungen… um nur Einige zu nennen.

 

Sowohl positive als auch negative Erlebnisse in den vielen Jahren haben uns gezeigt, dass wir die richtigen Schwerpunkte gesetzt haben.

Inmitten von Weißensee, einem von Gentrifizierung betroffenen Bezirk, haben wir trotz Widerstands einzelner Nachbar_innen unser Festival mehrmals veranstaltet.

Wir haben erlebt, wie Kürzungen im Jugendsozialbereich die Zusammenarbeit mit Jugendklubs und Jugendlichen erschweren.

Egal in welchem Ortsteil, wir hatten immer mit rechten Anwohner_innen, Nazis oder sonstigen Faschos zu kämpfen. Diese Auseinandersetzungen haben im Ergebnis dazu geführt, dass wir umso mehr Unterstützung aus verschiedenster Richtung erfahren haben, aus der Jugendarbeit, aus Ämtern und vor allem von Menschen aus antifaschistischen und linken Gruppen.

 

Für uns war es eine bewegende, prägende, aufreibende und wunderschöne Zeit.

Jede_r von uns ist sowohl individuell als auch im Kollektiv gewachsen.

Vielleicht teilt ihr ja auch schöne und aufregende Erinnerungen mit uns, die euch euren eigenen Utopien näher gebracht haben.

 

Unsere Erfahrungen haben wir zusammengefasst in der Broschüre „Wie organisiere ich ein Jugendfestival“, die dieses Jahr erscheinen wird.

 

Danke an alle Menschen, Projekte und Strukturen für euren Support.

Danke für eure Unterstützung und dass ihr mit uns die kulturell „Tote Zone“ lebendig gemacht habt.

 

AKA VOSIFA out.

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