Hetze gegen Flüchtlinge in Wolgast

Posted in Aufrufe, Kampagnen on November 1st, 2012 by vosifa

Ausgerechnet am 9. November will die NPD einen Fackelmarsch durch die ostvorpommersche Stadt Wolgast durchführen. Auch am Flüchtlingsheim wollen die Neonazis entlangziehen. Wolgast und die Situation um das Heim herum sind jüngst durch einen Panorama-Beitrag einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Mit der Provokation am Jahrestag der Reichs- pogromnacht einen Aufzug direkt zum Flüchtlingsheim durchzuführen, zeigt die Partei einmal mehr wo ihre historischen Vorbilder zu verorten sind. Doch es regt sich Widerstand: Die vorpommersche Zivilgesellschaft, aber auch AntifaschistInnen planen Proteste.
Die antirassistische Kampagne Stop it! geht davon aus, dass der geplante Fackelmarsch der NPD eine neue Qualität der rassistischen Hetze in Wolgast mit sich bringen wird und befürchtet, dass das rassistische Klima vor Ort weiter angeheizt werden könnte. Das Bedrohungspotential für die Asylsuchenden nehme damit, so die Kampagne, de facto weiter zu. “Wir fordern die verantwortlichen PoltikerInnen und MitarbeiterInnen der Stadt, des Landkreises und des Landes auf, die geplanten Aktionen der NPD zu unterbinden!” so Kim Ayalan, Pressesprecherin der Stop it! Kampagne. Wie auch die protestierenden Flüchtlinge des Refugee Protest March, der vor kurzem auch in Wolgast vor Ort war, fordert die Initiative Flüchtlingslager zu schließen und stattdessen Asylsuchende in eigenen Wohnungen an Orten mit ausreichend Beratungs- strukturen und anderer Infrastruktur unterzubringen. Die Pressesprecherin ergänzt: “Eine solche Unterbringung grenzt die Asylsuchenden weniger aus, ist menschenwürdiger und bietet zudem weniger konkrete Angriffsfläche für Rassist_innen und Nazis!”

Derweil planen antifaschistische Gruppen die Blockade der Nazidemo. “Wir rufen zu friedlichen Menschenblockaden auf, von denen keine Eskalation ausgeht! Wir erklären uns solidarisch mit allen, die sich dem Aufmarsch der Nazis entgegenstellen.” heißt es im Aufruf, der noch heute online gehen soll. Die Wut und Empörung über das Vorhaben der NPD sind groß, und eine Blockade in Wolgast ist keine leichte Aufgabe. Doch auch hier gilt: Mit genug Menschen ist es möglich, und wird ein deutliches, wichtiges und überfälliges Zeichen gegen Neonazis in der Region und für die Solidarität mit allen Flüchtlingen und von Rassismus Betroffenen setzen. Weitere Informationen werden sicher in den nächsten Tagen auch hier erscheinen.

Einem Artikel der Ostsee-Zeitung zufolge, ist auch das Bündnis “Vorpommern: demokratisch, weltoffen, bunt!” derzeit intensiv mit Vorbereitungen auf den 9. November beschäftigt. Sprecher Benno Plassman äußerte in der Zeitung die Hoffnung, dass konkrete Aktivitäten jetzt schnell Fahrt aufnehmen werden. Plassmann geht davon aus, dass die im Sommer bei Pasewalk gezeigte Solidarität gegen Neonazis und Rassisten nun auch die Wolgaster Demokraten erfahren werden.
Das Bündnis “Vorpommern: demokratisch, weltoffen, bunt!” wird von der Überzeugung getragen, dass sich nur durch eine lebendige Bürgergesellschaft von verantwortlich handelnden Privatpersonen, Gruppen, Vereinen und Unternehmen die Gesellschaft auf demokratische Weise weiter entwickeln kann. Es hatte sich im Sommer diesen Jahres zusammengefunden, um gegen das Pressefest des neonazistischen “Deutsche Stimme”-Verlages in der Nähe von Pasewalk zu demonstrieren. Über 1000 Menschen hatten damals auf den Zufahrtswegen zum Veranstaltungsgelände demonstriert. Bleibt zu hoffen, dass sich zumindest ein großer Teil dieser Menschen am 9. November nach Wolgast begibt, um dabei mitzuhelfen, die Neonazis in ihre Schranken zu weisen.

Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Infoveranstaltung am 2. Nov. in der K9

Posted in Aufrufe, Infoveranstaltungen, Kampagnen on October 30th, 2012 by vosifa

NEONAZISTRUKTUREN IN BRANDENBURG ZERSTÖREN!

Anlässlich des Naziaufmarsches am 10. November in Frankfurt (Oder), wollen wir über die dortigen Nazistrukturen aufklären und uns mit euch einen Film anschauen. Außerdem erfahrt ihr, wie ihr euch auf die Gegendemonstrationen vorbereiten könnt.

Vor dem Hintergrund der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 stellt der Naziaufmarsch eine gezielte Provo- kation dar, der diesen jüdischen Trauertag schändet und die Opfer des NS-Regimes verhöhnt.
In diesem Sinne ruft Kein Ort für Nazis zur Gegendemo auf damit wir gemeinsam einen erfolgreichen Widerstand gegen die antipolnische, rassistische und antieuropäische Hetze leisten.
Das Bündnis „Kein Ort für Nazis“ betont die Zusammenarbeit mit polnischen Antifaschist_innen. Im Hinblick auf eine sich dem antinationalen Widerstand verpflichtende Gegendemonstration halten wir dies für notwendig und unterstützenswert.
Um diesen Naziaufmarsch so erfolgreich zu verhindern wie den Aufmarsch im März würden wir uns freuen wenn ihr möglichst viele Menschen in Berlin mobilisiert und zahlreich zur Gegen- demonstration erscheint.
Zu diesem Anlass rufen wir zu einem reisefreudigen Antifaschismus auf!

2. November – 19:30 – Kinzigstraße 9

Niemand ist vergessen!

Posted in Aufrufe, Kampagnen on May 16th, 2012 by vosifa

2012

Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Keine Geschäfte mit Neonazis! “Thor Steinar” weg vom Fenster! Auf nach Potsdam am 25. März!

Posted in Aufrufe, Kampagnen on March 11th, 2012 by vosifa


Tour zum Vermieter des „Tønsberg“.

Am 28. Oktober 2011 eröffnete die rechte Klamottenfirma „Thor Steinar” in der Berliner Allee 11, im Nordostberliner Stadtteil Weißensee einen neuen Laden. Das Geschäft trägt, wie viele andere Läden der Kette im Bundesgebiet, den Namen „Tønsberg“. Während viele Vermieter_innen richtig reagierten und „Thor Steinar” kündigten, verweigert sich der Vermieter des Weißenseer „Thor Steinar”-Shops bislang einem solchen Schritt. Wir helfen gerne! Und weil wir das so gerne tun, möchten wir Herrn Rosenthal helfen den Kopf aus dem brandenburgischen Sand zu ziehen. Deshalb wollen wir am 25. März das Schöne mit dem Nützlichen verbinden und laden alle, die auch ein Problem mit Neonazis haben, ein den Frühlingsanfang mit uns zusammen zu begehen. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Spaziergang ins beschauliche Potsdam-Grube, um die beeindruckende brandenburgischen Natur zu bestaunen aber auch um Herrn Rosenthal einen kleinen Besuch abzustatten.

Wer weg schaut, macht sich mit schuldig!
Kein Kiez für Nazis! – Weg mit dem „Thor Steinar“-Laden „Tønsberg“ in Weißensee!

25. März 2012: Potsdam-Grube
Kundgebung gegen den Besitzer des „Thor Steinar“-Ladens in Berlin-Weißensee

Anfahrt mit dem Zug:
Treffpunkt – Berlin: 13:00, Alexanderplatz (S-Bahngleis, S7)
Treffpunkt – Potsdam: 14:00, Potsdam Hauptbahnhof
…anschließend gemeinsame Anreise nach Grube.

Anfahrt mit dem Rad:
Treffpunkt Berlin: 14:30, Alexanderplatz (Regionalgleis, RE 1)

Infos:
Antifaschistische Linke Potsdam [AALP]
Bündnis: “Kein Kiez für Nazis”

Frequenzkonsum Vol.10 am 21.Dezember

Posted in Frequenzkonsum, Kampagnen on December 19th, 2011 by vosifa

Am Mittwoch gibt es das erste Vosifa-Radio-Jubiläum.
Frequenzkonsum Jubiläumssendung Vol.10!

Zum Jahresende gibt es noch einmal Frequenzkonsum. Mittlerweile ist es die zehnte Sendung und wir haben uns natürlich auch diesmal wieder ein unterhaltsames, halbstündiges Programm überlegt.

Am 21.12. werden wir ab 20 Uhr mit der ASJ über deren Kampagne „Jung und Billig“ sprechen, die die Problematik von sogenannten Minijobs thematisiert und vor allem über Ausbeutung in 400€-Arbeitsstellen informieren will.

Wer also einen Minijob ausübt oder sich einfach nur für das Thema interessiert, sollte einschalten und zuhören. Auch musikalisch hat unsere Jubiläumssendung wieder einiges zu bieten. Kurzum: Es lohnt sich!

Piradio, Mittwoch, 21.12. ab 20 Uhr auf 88,4 MHz in Berlin und 90,7 MHz in Brandenburg

Der Download der Sendung steht euch wie immer gratis zur verfügung.

10.Frequenzkonsum.mp3

Soliparty am 2. Dezember in der K9

Posted in Infoveranstaltungen, Kampagnen, Partys, Veranstaltungen on November 24th, 2011 by vosifa

„Der Satan in Warschau“ – 22 Uhr in der K9
Soliparty für inhaftierte Antifaschist_innen in Warschau 2011

Am 11. November fand in Warschau ein Naziaufmarsch mit rund 10.000 Neonazis statt. 104 aus Deutschland angereiste Antifaschist_innen wurden bereits kurze Zeit nach ihrer Ankunft in Warschau verhaftet. Während der Ingewahrsam- nahme kam es wiederholt zu Schlägen, Tritten, Entzug von Nahrung, Wasser und Schlaf sowie harschen Beleidigungen und Erniedrigungen u.a. in der Polizeistation in der Wilcza-Straße.
Die international angereisten und polnischen Aktivist_innen stehen nun ab Dezember vor Gericht. Ebenfalls sind enorme Kosten für die Rückreise entstanden.
Für eine globale, solidarische und antifaschistische Bewegung!
Solidarität mit den inhaftierten Genoss_innen!

Infoveranstaltung um 19 Uhr in der K9
Abschiebeknast auf dem Flughafen BBI – Infos und Widerstand

Großbaustelle Flughafen BBI: Was für viele aussieht wie das neue Tor in den Urlaub und ferne Länder, soll für andere zum exterritorialen Endpunkt ihrer Flucht werden.
Denn wie erst im Oktober bekannt wurde, soll auf dem Gelände des neuen Großflughafens ein Abschiebeknast aufgebaut werden, in dem das sog. Flughafenverfahren durchgeführt werden kann.
Da der Knast per Gesetz außerhalb der Bundesrepublik liegt, gelten die normalen Rechte des sowieso fast ausweglosen Asylverfahrens einfach nicht. Erwachsene, Kinder und minder- jährige unbegleitete Flüchtlinge sollen in dem geplanten, 30 Plätze umfassenden Asylgefängnis interniert und nach einem außergerichtlichen Schnellverfahren wieder abgeschoben werden.
Hand in Hand mit der Bundesregierung forcieren die beiden (noch) rot-rot regierten Länder Berlin und Brandenburg hier nicht nur den Ausbau des rechtlich umstrittenen Flughafen- verfahrens, sondern auch die Teilprivatisierung von Knästen. Denn mit der „sozialrechtlichen Betreuung“ wurde die Sicherheitsfirma B.O.S.S. beauftragt.

Mit Aktivist_innen aus Frankfurt/Main, aktuellen Infos zum sog.
Flughafenverfahren, den politisch Verantwortlichen und möglichen Widerstandsformen.

18. November: Demo gegen Tønsberg

Posted in Aufrufe, Kampagnen, Veranstaltungen on November 17th, 2011 by vosifa

Am 28.​Oktober 2011 er­öff­ne­te in der Ber­li­ner Allee 11 der Na­zi-​La­den „Tøns­berg”. Der Laden ver­treibt, wie schon sein gleich­na­mi­ger Vor­gän­ger in Mitte, die rech­te Be­klei­dungs­mar­ke „Thor Stei­nar”. Bei „Thor Stei­nar” han­delt es sich nicht um ein be­lie­bi­ges Fa­shion­la­bel. „Thor Stei­nar”-​Klei­dung trans­por­tiert rech­te Bot­schaf­ten in den öf­fent­li­chen Raum und klei­det Neo­na­zis gleich­zei­tig so, das sie nicht of­fen­sicht­lich als sol­che wahr­ge­nom­men wer­den kön­nen. Eine Ideo­lo­gie, wie die des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, die von der Min­der­wer­tig­keit von Men­schen aus­geht, kön­nen und wol­len wir nicht hin­neh­men.

Infos unter:
Kein Kiez für Nazis

Die Demo startet am 18. November um 17:30 am S-Bhf Greifswalder Straße.